ECO:RACING macht den Unterschied!

16./17.08.2008 - Bergrennen Osnabrück

Das Bergrennen von Osnabrück in Borgloh im Teuteburger Wald ist mit 665 km Anfahrt das für das Team am weitesten entfernte während der gesamten Saison.  So fragte Valentin seinen Chemie-Lehrer, ob er dessen Unterrichtsstunde ausfallen lassen könne, damit er schon um 9.30 Uhr die Anreise nach Osnabrück antreten könne. Diese willigte ein und so ging die Reise mit dem Gespann frühzeitig los. Während der Fahrt tippte Valentin seine Meinung über den Reiz des Bergrennsports und die Anforderungen an sich, und damit stellvertretend für den Nachwuchs am Berg, in sein Laptop, um den Teamchef bei der Ausarbeitung  über die Förderung des Nachwuchses am Berg für den Berg-Ausschuß des DMSB zu unterstützen. Nach vielen Stunden der Fahrt dann entlich am Ziel angekommen wurde nach bewährtem Schema ein Stellplatz bezogen, die 2 km lange Strecke vom Fahrer mit dem Fahrrad genauestens inspiziert und anschließend das Rennfahrzeug abgeladen und das Nachtlager aufgeschlagen. Pünktlich um 16 Uhr wurde dann die Papierabnahme absolviert, der BMW 120d mit Startnummern und Sponsorenaufklebern versehen und die Slicks montiert. Da auch noch der Hunger gestillt werden wollte begaben sich Fahrer und Teamchef zur Abendessenszeit an die im Vorstartbereich aufgebauten Stände und liessen den Abend bei Gyros und Getränk im Kreise der Rennfahrerkollegen nebst Anhang und Team ausklingen.

Der Morgen des Trainingstages begrüßte das Team mit trockenem Wetter, jedoch war es von den Temperaturen her sehr frisch. Nach dem ersten Trainingslauf in 1:20.008 Min. war mit über 4 Sekunden Vorsprung eine erste Standortbestimmung im Vergleich zu den 3 anderen Startern in der eigenen Klasse möglich, die Hoffnung auf ein erneutes Topergebnis an diesem Wochenende machte. Jedoch klagte der Fahrer über stärkeres Untersteuern seit dem Einbau des neuen Stabi vorne. Im zweiten Trainingslauf konnte dann die Zeit schon auf eine 1:18.519 Min. verbessert werden. Infolge eines vom Teamchef übersehenen Passus im Reglement, der Stabilisatoren nicht als Federn definiert, obwohl sie rein technisch gesehen Drehstabfedern sind, mußte ein Rückbau auf die Originalstabis vorgenommen werden. Deshalb wurde am Samstag nach den zwei Pflichttrainingsläufe das Training beendet, da die Originalteile in der heimischen Garage lagerten.  Fahrer und Teamchef waren sich darüber einig, daß eine Teilnahme im Rennen so nicht erfolgen sollte und es 2 Lösungen des Problems gab. Heimfahren oder Heimfahren, einmal ohne und einmal mit Rückkehr. Gegen 14 Uhr fuhr der Teamchef zwecks Umbau kurzerhand nachhause, baute um und war Sonntag morgen um 5 Uhr wieder im Fahrerlager. So startete der Youngster dann reglementkonform in seinen ersten Wertungslauf. Diesen absolvierte er in 1:17.507 Min. was Bestzeit gegenüber Axel Pohlmann im Alfa 75 mit 1:21.457Min. bedeutete. Leider mußte Jörg Krause mit seinem Ford Fiesta XR2i nach respektablen 1:22.555 Min. mit Motorproblemen aufgeben. Schade.

Wie bei jedem Rennen, wurden auch dieses Mal wieder tolle Bilder von Thomas Bubel geschossen. Hier unten sieht man ihn im Startbereich im Einsatz. 

Während des gesamten Wochenendes hatte das Team Besuch von Bob Hermanns, dem für den Youngster zuständigen Ansprechpartner bei der  Ermis Racing Insurance, bei der das Rennfahrzeug bei jeder Veranstaltung versichert ist.

Nach dem zweiten und dritten Wertungslauf in 1:16.638 Min. und 1:16.660 Min. in jeweils Klassenbestzeit bekam der Fahrer die Aufgabe, das Rennen sicher nachhause zu fahren und nicht zu versuchen, noch eine 1:15er Zeit zu fahren sondern vielmehr die selbe Zeit wie im vorangegangenen Lauf zu erreichen. Diese Aufgabe meisterte er perfekt und lieferte eine 1:16.664 Min. ab was einem Unterschied von nur 4 Tausenstel zur vorangegangenen Zeit entsprach.

(c) Thomas Bubel

So wurde Valentin nach 4 Wertungsläufen zum vierten Mal hintereinander Klassensieger mit fast 19 Sekunden Abstand auf den Zweitplatzierten Axel Pohlmann auf dem Alfa Romeo 75. Dabei fuhr er in seinem schnellsten Lauf einen Schnitt von ca. 103km/h.

(c) Thomas Bubel

So hatte sich die Gewaltaktion des Teamchefs und die 4 fehlerfreien Läufe des Youngsters gelohnt, denn für den Klassensieg nahm er den wohlverdienten Pokal, von zwei hübschen Gridgirls in die Mitte genommen, über das ganze Gesicht strahlend, entgegen.