ECO:RACING macht den Unterschied!

20.05.2009 - Team Schirmer bei den Vorbereitungen

Dem Team Schirmer unter Leitung von Tom Schirmer wurde für das 24h-Rennen Box 8 zugewiesen.

BMW M3 GTR ALMS in Box 8                                                                                                                                            © Schoman Djoumma

Hier war man in bester SP7-Nachbarschaft des Frikadelli-Porsche-Teams, dessen Spitzenfahrer "speedbee" Sabine Schmitz ist.

v.l.n.r.: Sabine Schmitz, unbek. Teammitglied Frikadelli, Valentin Hummel                                                            © Schoman Djoumma

21.05.2009 – Platz 5 im ersten Zeittraining

Im ersten Zeittraining des 24h-Rennens am Nürburgring überraschte das Team Schirmer mit Platz 5 die gesamte etablierte Konkurrenz. Die dafür notwendige Zeit von knapp über 10 Min. fuhr Michael Funke, der Leitwolf des Fahrerquartetts, bei abtrocknender Strecke auf Intermediates raus.

v.l.n.r.: die Fahrer Valentin Hummel, Michael Funke, Damian Flack                                                                         © Schoman Djoumma

Als es wieder stärker zu regnen anfing übernahm dann Valentin Hummel, der 2. Fahrer des Teams, das Fahrzeug

Valentin Hummel                                                                                                                                                                 © Schoman Djoumma

und konnte schon in seiner ersten Runde eine 11.35Min. auf Intermediates fahren Um den sich verschlechternden Wetterbedingungen Rechnung zu tragen ließ er dann aber auf Regenreifen wechseln. Leider beschlug die Frontscheibe bei seiner zweiten gezeiteten Runde so stark, daß er nicht mehr genug sah, um seine Zeit zu verbessern. So nutzte er die Runde um sich an einen Porsche 997 dranzuhängen und an diesem zu orientieren. Dabei stelte er während einer halben Runde Nordschleife erfreut fest, daß er problemlos die pace von diesem mitgehen konnte. Im Anschluß setzte sich Damian Flack, der australische Porsche-Carrera-Cup-Gewinner von 2007 hinters Steuer. In seiner besten von 3 Runden war er 5 Hundertstel schneller als Valentin Hummel, was für die Homogenität des Fahrerquartetts spricht. Zum Ende des Trainings kam dann noch Heribert Steiner, der 49-Jährige Routinier und Fahrzeugeigentümer für seine Pflichtrunden zum Einsatz. Da kein unnötiges Risiko mehr einzugehen war nutzte er die Zeit seiner Pflichtrunden für die Erarbeitung von Detailverbesserungen wie z.B. die Lampeneinstellung. So ging pünktlich um 23.30Uhr ein sehr erfolgreichers Training für das Team um Tom Schirmer zu Ende.



© Schoman Djoumma

22.05.2009 – Keine schnelle Runde im zweiten Zeittraining

Da es am Freitag zum zweiten Zeittraining trocken war, musste das Team Schirmer nochmals auf die Zeitenjagd gehen. Hinterm Steuer wieder Michael Funke, der zur Verteidigung der guten Platzierung ansetzte. Nach einer halben Runde ging jedoch der Motor ohne Vorankündigung einfach aus denn ein Sensorkabel war durchgescheuert und das Motorsteuergerät stellte wegen fehlender Informationen einfach ab. Das Boxenteam rückte aus, um das Auto an der Strecke zu reparieren. Nach einer Stunde war der BMW wieder einsatzbereit und Michael Funke nahm einen zweiten Anlauf für eine schnelle Runde. Nach einer Runde ging der Motor an der gleichen Stelle wie zuvor wieder aus. Ernüchterndes Ergebnis: Platz 88 mit der Zeit vom Vortag, die im Nassen gefahren wurde und mit den Zeiten aus dem Trockenen natürlich nicht mithalten konnte. Über Nacht wurde dann noch die Frontscheibe, das Getriebe, Differenzial und Antriebswellen gewechelt, um für den 24h-Marathon perfekt gewappnet zu sein.

23.05.2009 – Pech im Rennen

Den Start zum 24h-Rennen fuhr wegen seiner Erfahrung Michael Funke.

Michael Funke                                                                                                                                                                       © Schoman Djoumma

Von Platz 54 in der ersten Startgruppe ging Michael Funke in die erste Rennrunde, in der er gleich 31 Plätze gut machen konnte. Nach sechs Runden lag er bereits auf Platz 16, als er unerwartet früh mit rauchendem Auto an die Box kam: ein aufgeschleuderter Stein war in den Motorraum geraten und hatte den Schwingungsdämpfer zerstört, worauf weitere Anbauteile wie die Lichtmaschine abgerissen wurden.

Defekte Teile nach der Reparatur                                                                                                                                    © Schoman Djoumma

Das Team machte sich gleich an die Reparatur und Valentin Hummel konnte nach über 2,5h Verzögerung zu seiner 24h-Premiere starten.

Valentin Hummel                                                                                                                                                                © Schoman Djoumma

Obwohl er mit diesem Auto noch nie im Trockenen gefahren war, konnte er von Anfang an gute Zeiten fahren und sich von Runde zu Runde bis auf eine 9:26min verbessern. Nach neun Runden ohne Auffälligkeiten in den Temperaturen kam Valentin Hummel zum planmäßigen Stop an die Box. Sobald er gehalten hatte, fing es an unter der Motorhaube zu qualmen und als diese geöffnet wurder gab es ein kurzes Feuer: die Verschraubung der Lichtmaschine am Kurbelgehäuse war von dem Schaden im ersten Stint ausgebrochen und durch ein Riss konnte Öl austreten. Der Motor hätte gewechselt werden müssen, was weitere drei Stunden gekostet hätte und daher keinen Sinn gemacht hätte. Also beschloss das Team aufzugeben und das Rennen nach fast sechs Stunden zu beenden.