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19./20.07.2008 - Bergrennen Homburg (Saar)

Das Bergrennen in Homburg (Saar) gilt als eines der wenigen echten Fahrerstrecken im Terminkalender der Deutsche Berg-Meisterschaft. Darüber hinaus ist es das einzige Bergrennen, welches bergab gestartet wird. Mit 2,6 km ist die Strecke nicht gerade lang, aber die vielen tückischen Stellen forderten an diesem Wochenende wieder einmal 2 Totalschäden. Bei einem ersten Blick auf die Starterliste versprach das Rennen in der vom Team genannten Klasse G3 sehr spannend zu werden, da genügend Teilnehmer in der gleichen Klasse genannt hatten und Valentin nicht mit den stärkeren Teilnehmern der Gruppe G1 und G2 zusammengelegt worden war. Also eine echte Standortbestimmung. Valentin reiste Freitag Nachmittag mit dem Zug aus dem Urlaub in Österreich an und begab sich nach Ankunft im Fahrerlager unverzüglich auf einen Fußmarsch entlang der Strecke, um sich deren Verlauf und tückischen Stellen einzuprägen. Im Anschluß lud dann Gino Kruhs, der zwischenzeitlich zum engen Rennfahrerfreund und –kollegen geworden ist, auf eine Streckenbesichtigung aus Sicht eines Lokalmatadors im PKW ein. Nach Ankunft und Ausladen des Renn-Transporters auf der eigens für das Team von Familie Kruhs direkt neben diesen reservierten Fläche wurde dann gemeinsam gegrillt und viel Benzin geredet. In der Nacht zum Samstag regnete es dann und die Strecke war morgens zum ersten Trainingslauf komplett nass.

Trotz der widrigen Bedingungen fuhr Valentin in allen Trainingsläufen auf der langsam abtrocknenden Strecke die schnellsten Zeiten in seiner Klasse. Dabei steigerte er sich von einer 1:46.374 Min. zu einer 1:39.822 Min. auf eine 1:35.145 Min. Nachts fing es dann wieder an zu regnen, wodurch beim ersten Wertungslauf am Sonntag Morgen die Strecke stellenweise noch feucht war. Trotzdem zog Valentin Slicks auf, obwohl er noch nie bei feuchter Straße mit diesen gefahren war. Dies war die Schlüsselentscheidung des Rennens, wie sich später herausstellen sollte, denn nach dem ersten Wertungslauf mit einer 1:37.97 Min.lag Valentin mit komfortablen 1,4 Sekunden in Führung. Im weiteren Rennverlauf bei meist heiterem Himmel trocknete die Strecke schnell ab und war zum zweiten und dritten Wertungslauf trocken. Dabei zeichnete sich ein spannender Zweikampf zwischen Valentin und Patrik Orth ab, der den zweiten Wertungslauf für sich entscheiden konnte und Valentin fast 0,2 Sekunde abnahm. Beim letzen Wertungslauf fuhr Valentin dann mit einer 1:32.984 Min. die schnellste Zeit der Klasse am gesamten Wochenende und gewann mit 2 Sekunden Vorsprung seine Klasse. Dafür bekam er nach der Rückführung im Startbereich als Gratulation von Reinhold Hofmann, dem Vorsitzenden der Sportkommissare des DMSB, eine dem Alter entsprechende Wasserdusche (anstatt Champagner) verpasst..

Die von Valentin gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit lag in seinem letzten und zugleich schnellsten Wertungslauf bei 117 km/h. Im Gesamtklassement kam er mit seiner bravourösen Leistung auf Platz 79 von 110 gewerteten Fahrern.
Während des ganzen Wochenendes kamen viele der über 3.000 Besucher auch bei Valentin und seinem Fahrzeug im Fahrerlager vorbei, um sich eine Autogrammkarte mit Unterschrift abzuholen.

Auch dem ambitionierten Nachwuchs gestattete er, sich einmal hinter das Lenkrad des Rennwagens zu setzen und sich ganz als Rennfahrer zu fühlen.

Bei der Siegerehrung nahm Valentin voll Stolz den Siegerpokal entgegen.

Gleichzeitig nahm Valentin auch noch den ersten Siegerscheck seines Lebens entgegen (50€), was Ihn neben dem Pokal zusätzlich erfreute.