ECO:RACING macht den Unterschied!

11./12.05.08 – Bergrennen Wolsfeld

Das Bergrennen in Wolsfeld am Pfingstwochenende war das erste für Valentin und das Team in der Deutsche Bergmeisterschaft auf deutschem Boden. Gleichzeitig sollte es für beide ein denkwürdiges Wochenende werden, wollten doch beide Rennsportgeschichte schreiben. Valentin mit 17 Jahren und 45 Tagen als jüngster Fahrer aller Zeiten in einem Lauf zur Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft und das Team als erstes Team aller Zeiten mit einem durch alternativen Kraftstoff angetriebenes Fahrzeug in einer Prädikatsveranstaltung (Deutsche Meisterschaft). Damit sich Valentin sorgfältig auf das Rennen und Training vorbereiten konnte wurde schon am Samstag angereist, denn traditionell findet das Training am Pfingstsonntag und das Rennen am -montag statt. Am späteren Samstag-Nachmittag nahm Valentin dann mit dem Teamchef die Strecke zu Fuß unter die Lupe. Später wurde dann auf einem Privatgrundstück, welches Familie Kruhs angemietet und angeboten hatte sich zu teilen, das Lager aufgeschlagen. Nachdem Auto abgeladen, Anhänger und Equipment verräumt und Nachtlager aufgeschlagen war fuhr Valentin mit dem Transporter nochmals die Strecke ab. Nach einer sehr kalten Nacht mit Temperaturen um 4°C wurden frische Schoko-Croissants vom Bäcker im Ort bei aufgehender Sonne gefrühstückt, anschliessend das Fahrzeug durchgecheckt und schon ging es um 8 Uhr zum ersten Training.

(c) Thomas Bubel

Die Strecke ist mit ihren 1,64 km die kürzeste in der Deutschen Bergmeisterschaft und Valentin fuhr im ersten Trainingslauf 1.28,398 Min., was den Schluß zuließ, daß es sich um keine schnelle Strecke handelt, denn der Schnitt beträgt nur um die 80 km/h. Allerdings verzeiht die Strecke keinen Fehler, was einige Fahrer mit verbogenem Blech schmerzlich erfahren mußten.

Valentin ging das Training sehr gelassen an und steigerte sich kontinuierlich. Zwischendurch wurde dann auch noch der Techniker des Fahrwerkherstellers KW konsultiert, da Valentin mit der Abstimmung nicht zufrieden war. Die dann am Fahrzeug vorgenommenen Veränderungen in der Druck- und Zugstufe der Stoßdämpfer wurden von Valentin sofort in bessere Zeiten umgesetzt und die Abstimmung passte jetzt perfekt. So fuhr er im zweiten Training dann schon eine 1.23,205 Min. um im letzten Trainingslauf dann mit 1.23,145 Min. den Trainingstag abzuschließen. Dies war Platz 3 in der Klasse, etwas weniger als 2 Sek. hinter dem Zweiten und Platz 120 von 140 gewerteten Startern.

Am Abend fand dann der traditionelle „Bit-Sommernachtsball“ statt, der mit Familie Kruhs zusammen besucht wurde. Um für das Rennen dann fit zu sein wurde aber schon um 22 Uhr der Heimweg angetreten. Da Familie Kruhs schon einschlägige Erfahrung mit den Festgästen hatte wurden Fahrzeuge und Hänger sowie alles Camping-Equipment so weit wie möglich von der Straße weg hinter dem Wohnmobil deponiert. Leider kamen aber doch in den Morgenstunden offensichtlich betrunkene Festgäste auf das Grundstück, vielen über das Zelt von Tochter Kruhs und stahlen einen unserer Campingstühle im Wert von 84€. Dies konnte aber die Vorfreude auf das Rennen nicht schmälern, denn zum Frühstück gab es wieder frische Croissants vom Bäcker und das Wetter mit strahlend blauem Himmel versprach beste Rennbedingungen. 

Damit Valentin möglichst gut vorbereitet an den Start gehen konnte fuhr der Teamchef mit dem Rennwagen nach Trier und zurück, so daß alle Öle warm waren. Ausserdem wurden die Felgen mit Slicks in die Sonne gelegt, damit diese sich aufwärmten und besseren Grip bieten können. Übrigens ein wertvoller Tip von Rennfahrer Jörg Weidinger, was wiederum zeigte wie kollegial und warmherzig wir in der "Berg-Gemeinde" aufgenommen wurden.

Der erste Wertungslauf wurde von Valentin mit 1.24,569 Min. gefahren, was Platz 3 in der Klasse entsprach. In den weiteren Läufen konnte er mit einer 1.22,313 Min. und 1.21,044 Min. diese Platzierung halten und im Gesamtklassement Platz 102 von 117 gewerteten Startern erreichen.

Fahrer und Team waren mit dem Ergebnis der Premiere hoch zufrieden und Charly, Valentins sportlicher Betreuer war voll des Lobes, konnte aber gleichzeitig schon weiteres Steigerungspotenzial bei Fahrer und Auto ausmachen.

(c) Thomas Bubel

Als Entspannungsübung diente Valentin übrigens das Ansehen des Formel 1-Rennens (live) im AvD-Bus. Glücklich und zufrieden packte das Team nach der Siegerehrung seine Sachen zusammen und fuhr nachhause, wo es um 23 Uhr wohlbehalten ankam.