ECO:RACING macht den Unterschied!

23./24./25.05. – ¼-Meile und Bergrennen Rennsteig

Das Bergrennen in Winterstein am Rennsteig in Süd-Thüringen ist mit 4,25km das längste in der Deutsche Bergmeisterschaft. Gleichzeitig gilt es als sehr schnell und extrem anspruchsvoll. Wir reisten wieder am Freitag Nachmittag an und stellten uns im Ort an den Strassenrand. Valentin fuhr dieses Mal mit dem Fahrrad die Strecke ab, da es zum Laufen doch sehr lang gewesen wäre. Am frühen Abend gab es ein
¼-Meile-Rennen, zu dem wir gemeldet hatten, welches als Training für den Start am nächsten Tag gedacht war, aber auf der Landstrasse nach Winterstein stattfand und nicht auf der Bergrennstrecke. Teilweise war während dieser Veranstaltung die Strecke feucht und die Starter rutschten mit ihren Slicks angsterregend herum.

Am Ziel traf der Teamchef dann noch Martin Kleiner aus Südbaden, der empfahl, morgens um 6 Uhr nochmals mit Valentin mit Auto die Strecke abzufahren. Dies beherzigten wir und standen am Trainingstag um 5.30Uhr auf und waren um 6Uhr mit dem Transporter auf der Strecke. Wieder erwarten waren aber auch schon andere Fahrer in ihren Privat-PKWs unterwegs, so sichteten wir z.B. auch Jörg Weidinger und andere Top-Fahrer aus der DBM.
Der Trainingstag war morgens kalt aber trocken und Valentin fuhr das erste Training eine 2.27,392 Min. Daß er die Strecke immer besser kennenlernte und es wärmer wurde war an den Steigerungen der Zeiten zu erkennen die mit einer 2.20,335 Min. und 2.19,022 Min. gemessen wurden.

Die sehr schwierige Strecke forderte das ein oder andere prominente Opfer. So verunfallte Reto Meisel, amtierender Deutscher Bergmeister bei den Tourenwagen.

Genauso erwischte es Steffen Hofmann, der beste NSU TT-Fahrer am Berg.

Am Renntag standen wir wieder früh auf um mit dem Rennwagen nochmals die Strecke abzufahren. Zwischenzeitlich hatten sich auch die Wetterverhältnisse geändert und es regnete. Als wir beim Strecke abfahren auf der Talfahrt waren stoppte uns der Rennleiter, denn er vermutete illegales Trainieren bei uns. Doch er hatte sich getäuscht, denn alles am Auto war für den öffentlichen Strassenverkehr legal, da Startnummer überklebt, Strassenzulassungsschilder am Fzg. und Strassenreifen montiert waren. Und so fuhren wir noch einige Male hoch und runter bis Valentin die richtigen Brems- und Einlenkpunkte für die Ideallinie gefunden hatte. Wegen des Regens setzte der Rennleiter aber nochmals einen Trainingslauf an, bei dem Valentin eine 2.27,391 Min. und damit Bestzeit in der Gruppe G fuhr und das mit 1 Sek. Vorsprung auf 2ten und 6 Sek. auf den 3ten. Dies war umso bemerkenswerter, da die Kontrahenten Fahrzeuge mit Allradantrieb und über 100PS fuhren. Beim ersten Rennlauf war die Strecke noch feucht und Valentin startete auf Strassenreifen und fuhr eine Zeit von 2.19,092. Der im Training noch zweitplazierte Lokalmatador auf Ford Escort Cosworth war aber über 3 Sek. schneller dafür aber Ludger Dreyfürst im Mitsubishi Lancer fast 2 Sek. langsamer. Da die Strecke zunehmend abtrocknete wurde der 2te Lauf dann auf Slicks gefahren, welches eine Zeit von 2.16,020 ermöglichte. Da dies aber über 2 Sek. langsamer als die Zeit des führenden Lokalmatadors war und der Drittplazierte über 6 Sek. dahinter, konnte der erste 2. Platz für Valentin und uns bejubelt werden und der Sprecher von Radio Thüringen bat zum Interview vor der Fantribune im Startbereich. Als dann um 19 Uhr nach nur 2 Rennläufen der letzte Starter über die Ziellinie gefahren war stand fest, daß Valentin im Gesamtklassement auf Platz 66 von 83 gewerteten Fahrern gekommen war und den ersten Pokal bei Siegerehrung entgegennehmen durfte.

Der Streckensprecher war voll des Lobes und hob hervor, daß die Zuschauer sich das Gesicht von Valentin gut merken sollten, denn daß wäre wohl die Zukunft am Berg.

Glückselig und mit Pokal im gepäck traten wir dann um 21Uhr die Heimreise an.