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09./10.06.08 - Bergrennen Trier

Das Bergrennen von Trier war nicht nur ein Lauf zur Deutsche Bergmeisterschaft sondern auch zur FIA-Europa-Bergmeisterschaft. Am Samstag traten dann Fahrer aus 16 Nationen zum ersten Training auf der 3,715 km langen Strecke an. Da die Strecke naß war, wurde der erste Trainingslauf von Valentin auf Strassenreifen gefahren. Er erzielte damit Platz 2 hinter dem Lokalmatador Robert Meiers auf einem über 100PS stärkeren Mitsubishi Lancer EVO mit Allradantrieb aus der Leistungsgewichtsklasse 1 (Gruppe G1). Im Laufe des Tages trocknete die Strecke ab und Slicks wurden montiert. Am Ende der drei Trainingsläufe war der 3. Platz in der Gruppe G eine erste Standortbestimmung, denn auch der zweite Mitsubishi Lancer EVO 8 von Ludger Dreyfürst war auf trockener Fahrbahn schneller.

Am Morgen des Renntages regnete es, so daß wieder auf Strassenreifen ummontiert werden mußte. Im ersten Wertungslauf fuhr Valentin eine 2.28,78 und war damit fast zehn Sekunden schneller als der Ford Sierra von Raymund Gehring. Ludger Dreyfürst fuhr jedoch über 4 Sekunden und Robert Meiers sogar 12 Sekunden schneller, so daß eine Vorentscheidung schon gefallen war, einen normalen Rennverlauf ohne Unfälle und technische Defekte vorausgesetzt.  Für den zweiten Wertungslauf konnten wieder Slicks montiert werden, denn die Strecke war zwischenzeitlich abgetrocknet. Damit wurde dann eine Zeit von 2.15,75 möglich, was aber nicht reichte, denn Ludger Dreyfürst fuhr eine 2.14,17 und vergrößerte seinen Abstand noch. Im dritten Wertungslauf fuhr Valentin dann erstmals ohne DTC (dynamic traction control) und konnte sich trotz eines Verschalters nochmals auf sensationelle 2.15,46 verbessern. Diese Zeit wurde vom Gruppensieger Robert Meiers mit den Worten kommentiert "unglaublich, das Valentin mit diesem Autochen so schnell sein kann, ich selbst bin früher mit meinem G3-Manta nie unter 2.20-Zeiten gekommen". Er selbst fuhr eine 2.10,38 als seine beste Zeit und damit etwas mehr als 5 Sekunden schneller als Valentin. Bedingt durch die 3 Haarnadelkurven, bei denen beim Herausbeschleunigen das pure Leistungsgewicht entscheidend ist, war an diesem Wochenende nicht mehr drin als der respektable Platz 3 in der Gruppe G, die aus G1 bis G5-Fahrzeugen bestand.

Daß die Strecke mit ihren 3 Haarnadelkurven das Material stark strapazierte konnte man an den vielen technischen Defekten erkennen. So fiel auch der amtierende Bergmeister für Tourenwagen, Reto Meisel, mit Getriebeschaden aus. Aber auch das Streckenprofil hatte es in sich und ist eines Europameisterschaftslauf würdig, so daß etliche Unfälle und Dreher die Folge waren. Am Ende war Valentin im Gesamtklassement auf Platz 67 von 83 gewerteten Fahrzeugen und fuhr in seinem besten Wertungslauf einen Schnitt von über 103km/h bei einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 165km/h. Er steht jetzt in der Tabelle des Bergpokal 2 Plätze hinter Ludger Dreyfürst als Zweitbester Fahrer der Gruppe G auf Platz 19.

 

Am Sonntag konnte Valentin den im Fahrerlager vorbeikommenden Fans seine ersten Autogrammkarten unterschreiben und übergeben, die für dieses Wochende frisch aus der Druckerei gekommen waren. Was Valentin besonders erfreute war die Tatsache, daß sich sogar Rennfahrerkollegen ein Autogramm geben ließen. Diese Gelegenheit ließ er natürlich nicht aus, um sich auch einmal in deren Sportgerät hineinzusetzen.

In Valentins Fahrzeug war während aller 3 Rennläufe eine Video-Kamera von MovieGeorg montiert. Die ersten beiden Läufe wurden von hinten heraus mit Fahrer und Strecke gefilmt, der letzte Lauf dann vom Fahrer von der Seite. Wenn das Material brauchbar ist, so soll daraus jetzt ein Werbefilm werden, der andere Nachwuchsfahrer für das Fahren in der Deutsche Bergmeisterschaft begeistern soll.